Selbst betreiben oder abgeben · Die ehrliche Rechnung

Veeam als Service Provider selbst betreiben? Kannst du. Hier ist die ehrliche Rechnung.

Sagen wir es gleich am Anfang: Das ist keine Raketenwissenschaft. Mit einem direkten Rental Agreement bist du im Einkauf sogar günstiger als bei uns. Man kann auch Stromkabel selbst legen. Die Frage ist nicht, ob du es kannst. Die Frage ist, was deine Zeit kostet — und wer die Plattform betreibt, wenn sie nachts zickt.

„Da habe ich keinen Bock drauf.“ IT-Dienstleister, ein Jahr nachdem er seinen eigenen Veeam-Service-Provider-Zugang aufgebaut hatte. Die ganze Geschichte steht unten.

Die Ansage vorweg: Ja, im Einkauf bist du selbst günstiger

Die meisten Anbieter drucksen an dieser Stelle herum. Wir nicht.

Wenn du Veeam Service Provider werden willst, kannst du das: VCSP-Vertrag abschließen, Rental Agreement direkt oder über die Distribution, Cloud Connect selbst aufbauen, Service-Provider-Konsole installieren, Kunden anlegen. Alles machbar. Und auf der Einkaufsrechnung stehen dann Zahlen, die kleiner sind als unsere.

Wenn der Einkaufspreis die ganze Rechnung wäre, müsstest du sofort selbst bauen. Ist er aber nicht. Die ganze Rechnung steht weiter unten auf dieser Seite — Position für Position. Vorher zwei Geschichten aus unserem Alltag, beide echt, beide anonymisiert.

Geschichte 1: Der Kollege, der es selbst gebaut hat

Ein IT-Dienstleister holt sich über drei Jahre immer wieder Infos und Angebote bei uns. Fragt nach Konditionen, nach Technik, nach dem Modell. Und entscheidet sich dann: selbst machen. Allerdings auf dem schlanken Weg — Rental-Lizenzen über den reinen Service-Provider-Zugang, Standalone-Agents bei den Kunden. Ohne eigene Management-Plattform dahinter. Völlig legitim, spart den Konsolen-Aufbau. Nur: Damit gibt es auch keine Automatik.

Ein Jahr später ruft er von selbst wieder an. Nicht, weil etwas kaputt war. Sondern weil er seine Zeitrechnung gemacht hatte:

Ohne Konsole lief der Lizenzabgleich alle drei Monate von Hand — pro Agent. Jedes Mal ein Online-Termin beim Endkunden. Jeder Backup-Job einzeln auf jedem Kunden-PC angefasst. Sein Fazit im O-Ton: „vollkommen lächerlich“. Eigene Infrastruktur nur dafür aufbauen: „völliger Unsinn“. Und dann der Satz aus dem Hero oben: „Da habe ich keinen Bock drauf.“

Er hat uns gebeten, es zu übernehmen. Seine Kunden merken davon nichts — sie sind weiter seine Kunden, das Backup läuft weiter unter seiner Marke. Nur der Betrieb dahinter ist umgezogen.

Geschichte 2: „Beim Distributor ist es billiger“

Ein anderes Systemhaus kündigt bei uns. Begründung: Beim Distributor sei der Cloudspeicher deutlich günstiger.

Stimmt. Auf dem Papier.

Was auf dem Papier fehlt, sind die Fragen, die nach der Unterschrift kommen:

  • Wer betreibt jetzt die Service-Provider-Konsole — aufsetzen, patchen, jeden Update-Zyklus mitgehen?
  • Wer kümmert sich, wenn die Lizenz-Automatik hakt — und wer merkt es, wenn eine Erneuerung durchrutscht?
  • Wer prüft die monatliche Nutzungsmeldung an Veeam und gibt sie frei?
  • Wer ist der Support, wenn es klemmt — oder gibt es dann nur den Link zur Anleitung?
  • Wer baut beim Wechsel jeden einzelnen Endkunden ab, revoked Lizenzen, stellt Installationen um?

Diese Arbeit verschwindet nicht, wenn der Einkaufspreis sinkt. Sie wandert nur auf deinen Tisch. Ob sich das für dieses Systemhaus rechnet, wissen wir nicht — das hängt von seinem Team und seinem Volumen ab. Aber die Rechnung muss man aufmachen, bevor man unterschreibt. Nicht danach.

Die komplette Rechnung: Einkaufspreis vs. Gesamtkosten

Vorab die wichtigste Unterscheidung: Es gibt zwei DIY-Wege. Ohne eigene Management-Plattform — Rental-Lizenzen über den reinen Service-Provider-Zugang plus Standalone-Agents — ist alles Handarbeit: Lizenzabgleich alle drei Monate pro Agent, jeder Job einzeln pro Kunden-PC. So lief es bei dem Kollegen aus Geschichte 1. Mit eigener Service-Provider-Konsole (VSPC) und Cloud Connect existiert die Automatik — Lizenz-Ausstellung, zentrale Policies, Agent-Updates. Aber dann betreibst du die Plattform, die das alles automatisiert. Die Automatik ist nicht das Produkt. Die betriebene Plattform ist das Produkt.

Hier sind die zehn Positionen, die zwischen „Rental Agreement unterschrieben“ und „Backup läuft als Service“ liegen. Jede ist Arbeit, die jemand tun muss — jeden Monat, nicht einmalig.

PositionBeim SelbstbetriebBei uns
Service-Provider-Konsole (VSPC) betreibenDein Server: installieren, patchen, absichernDrin
Versions- & Update-ZyklenJede neue Veeam-Version testen, freigeben, ausrollenDrin
Cloud-Connect-Gateway & ZertifikateAufbauen, absichern, Zertifikate rechtzeitig erneuernDrin
Repository-InfrastrukturBauen, härten, erweitern — bevor der Platz knapp wirdDrin
Plattform-Monitoring & -SupportSteht die Konsole, steht dein Service — dein AlarmDrin
Lizenz-Automatik betreuenDie VSPC stellt Lizenzen automatisch aus — hakt die Automatik, ist es dein TicketDrin, unser Ticket
Nutzungsmeldung & Abrechnung mit VeeamJeden Monat prüfen, freigeben, pünktlich meldenDrin
Support-Eskalation zu VeeamDu eröffnest die Cases und bleibst dranDrin
Know-how aktuell haltenJeder Versionssprung, jede Breaking Change — dein LernaufwandDrin
Der Weg OHNE Plattform (Rental + Standalone-Agents)Lizenzabgleich alle 3 Monate von Hand pro Agent, jeder Job einzeln pro Kunden-PCEntfällt — die Plattform steht

Und damit die Rechnung ehrlich bleibt: Zwei Dinge bleiben auch bei uns bei dir — deine Kundenjobs im Blick behalten (ein Dashboard über alle Endkunden gibt es kostenlos dazu) und die Restores für deine Endkunden. Wir sorgen dafür, dass die Plattform dafür steht. Jede Position oben kostet beim Selbstbetrieb Stunden — deine oder die deiner Techniker. Multipliziere das mit deinem Stundensatz, und der Abstand zum Einkaufspreis schmilzt schnell. Ob er ganz verschwindet, hängt von deinen Zahlen ab. Genau deshalb rechnen wir es mit deinen Zahlen durch, nicht mit Musterwerten.

Was du bei uns wirklich kaufst

Nicht Speicher. Speicher gibt es überall. Du kaufst die Plattform, den Betrieb und die Reaktionszeit — als fertiges Fundament unter deiner eigenen Marke.

Dein Ergebnis

Backup-Umsatz unter deiner Marke, ohne eigenes Backup-Team. Dein Kunde sieht dich, dein Angebot, deine Rechnung — wir sind der Maschinenraum dahinter.

Zeit bis zum Ergebnis

Tage statt Monate. Kein Konsolen-Aufbau, keine Cloud-Connect-Architektur, kein VCSP-Onboarding bei Veeam — die Plattform steht, du legst Kunden an.

Dein Aufwand

Lizenzhandling: null — die Automatik der Konsole läuft, weil wir die Konsole betreiben. Erneuerungen automatisch, Policies zentral, die Nutzungsmeldung an Veeam machen wir. Mit Veeam Pay-per-Use zahlst du nur, was deine Kunden tatsächlich nutzen.

Dein Risiko

Wenn nachts die Plattform zickt, ist es unser Ticket — nicht deins. Den Restore für deinen Kunden fährst du; wir sorgen dafür, dass die Plattform dafür steht — auf einem Managed Storage Server im deutschen Rechenzentrum. Plattform-Monitoring und Eskalation zu Veeam sind unser Job.

Für wen Selbstbetrieb trotzdem der richtige Weg ist

Das hier wäre keine ehrliche Rechnung, wenn sie immer zu unseren Gunsten ausginge. Es gibt Systemhäuser, für die der eigene VCSP-Zugang die bessere Entscheidung ist. Die Kriterien:

  • Genug Volumen. Ab einer gewissen Zahl an Kunden und Terabytes trägt sich eigene Infrastruktur — der Fixaufwand verteilt sich.
  • Ein dediziertes Backup-Team. Nicht „der Kollege, der auch Backup macht“, sondern Leute, deren Job der Betrieb ist. Inklusive Vertretung im Urlaub.
  • Lust auf den Betrieb. Manche wollen die Plattform als eigenes Produkt entwickeln. Wenn das dein Plan ist: gut.

Wenn alle drei Punkte auf dich zutreffen: Bau es selbst. Das ist ernst gemeint. Wir sagen dir im Gespräch sogar, worauf du beim Aufbau achten musst — wir haben die Fehler schon gemacht, die du noch vor dir hast.

Für alle anderen ist Fulfillment der kürzere Weg: dein Vertrieb, deine Marke, dein Kunde — unser Betrieb.

Und wenn es doch nicht passt?

Erst testen, dann entscheiden

Drei Monate testen, ohne lange Vertragsbindung. Du siehst im echten Betrieb, was der Unterschied zum Selbstbau ist — bevor du dich festlegst.

Transparente Abrechnung

Abgerechnet wird nach Veeams eigener Punktelogik — 5 Punkte pro VM, nachvollziehbar statt Blackbox. Hier ist die komplette Punkte-Tabelle erklärt.

Der Weg führt auch wieder raus

Deine Backups liegen im Veeam-Standardformat. Wenn du später doch selbst betreiben willst, funktioniert derselbe Wechselmechanismus auch in die andere Richtung — ohne totes Silo.

Wir sagen es dir, wenn DIY gewinnt

Im Gespräch rechnen wir beide Wege nebeneinander. Wenn Selbstbetrieb für dich günstiger bleibt, sagen wir dir das — und du hast eine saubere Entscheidungsgrundlage statt eines Bauchgefühls.

Häufige Fragen

Ist der Distributor nicht günstiger?
Im Einkauf: oft ja. Der Distributor liefert dir aber Lizenz und Speicher — nicht den Betrieb. Konsolen-Betrieb, Update-Zyklen, Zertifikate, Nutzungsmeldung und der Support, wenn es klemmt, bleiben bei dir und kosten Stunden, jeden Monat. Ob der Einkaufsvorteil diese Stunden trägt, hängt von deinem Volumen ab. Genau das rechnen wir mit deinen Zahlen durch.
Macht die Service-Provider-Konsole (VSPC) das nicht alles automatisch?
Doch — genau dafür ist sie da. Lizenz-Ausstellung und -Erneuerung, zentrale Backup-Policies, Agent-Updates: Das automatisiert die VSPC, wenn du eine betreibst. Aber die Automatik ist nicht das Produkt. Die betriebene Plattform ist das Produkt. Die VSPC nimmt dir das Lizenzhandling ab — aber wer nimmt dir die VSPC ab? Installieren, patchen, jeden Update-Zyklus mitgehen, Cloud-Connect-Gateway und Zertifikate pflegen, Repositories härten, Plattform-Monitoring, die monatliche Nutzungsmeldung an Veeam prüfen und freigeben. Und wenn die Automatik hakt — das tut sie gelegentlich —, ist es dein Ticket. Genau diesen Betrieb übernehmen wir. Was auch bei uns bei dir bleibt: deine Kundenjobs im Blick (ein Dashboard über alle Endkunden gibt es kostenlos dazu) und die Restores für deine Endkunden. Wenn nachts die Plattform zickt, ist es unser Ticket — nicht deins.
Behalte ich meine Kunden?
Ja, vollständig. Wir sind Fulfillment-Partner: Das Backup läuft hinter deiner Marke, dein Kunde bleibt deiner. Vertrag, Rechnung und Ansprechpartner — alles du. Wir treten beim Endkunden nicht auf und verkaufen nicht an ihn.
Was passiert, wenn ich später doch selbst betreiben will?
Dann gehst du. Deine Backups liegen im Veeam-Standardformat, der Wechselmechanismus funktioniert in beide Richtungen: neue Backup-Kette auf deiner eigenen Infrastruktur starten, die Umgebung bei uns läuft bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfristen lesbar aus. Kein Datenexport-Drama, kein Lock-in.
Brauche ich noch einen eigenen Veeam-Partner-Account oder VCSP-Vertrag?
Nein. Die Abrechnung mit Veeam machen wir — inklusive der monatlichen Nutzungsmeldung. Du brauchst weder Rental Agreement noch VCSP-Onboarding, um Backup als Service unter deiner Marke anzubieten.
Wie schnell bin ich startklar?
In Tagen, nicht Monaten. Die Plattform steht bereits: Kunden anlegen, Jobs einrichten oder umhängen, Erstsicherung planen — bei großen Datenmengen per Seeding. Den Aufbau von Konsole und Cloud-Connect-Infrastruktur, der beim Selbstbau die meiste Zeit frisst, überspringst du komplett.
Verliere ich die Kontrolle, wenn ihr den Betrieb macht?
Nein — du gibst den Maschinenraum ab, nicht das Steuer. Welche Kunden gesichert werden, mit welchen Aufbewahrungsfristen und zu welchem Preis beim Endkunden: deine Entscheidung. Wir liefern Plattform, Betrieb und Reporting, damit du gegenüber deinem Kunden jederzeit auskunftsfähig bist.
Sven-Jendrik Timmermann, Geschäftsführer SJT SOLUTIONS

Sven-Jendrik Timmermann · 7× vExpert · 20 Jahre Backup & Virtualisierung

Bring deine aktuelle Rechnung mit

30 Minuten, dein Zahlenwerk auf dem Tisch: Einkaufspreise, Kundenzahl, Terabytes, Stundensatz. Wir rechnen beide Wege nebeneinander — Selbstbetrieb und Fulfillment. Und wenn Selbstbetrieb für dich günstiger bleibt, sagen wir dir das.

Kostenlos und unverbindlich. Alle Antworten zum Nachlesen: FAQ Veeam Pay-per-Use