Kein Alarm, keine Fehlermeldung, das Dashboard zeigte weiter Grün. Das ist kein Einzelfall — das ist, was passiert, wenn ein Backup zwar eingerichtet, aber nie wirklich beobachtet wird.
Ein IT-Dienstleister hatte die Cloud-Sicherung eines Kunden vor Jahren eingerichtet — mit einem einfachen Zugangsschlüssel, ohne Zertifikat. Lange lief das einwandfrei. Dann änderte der Cloud-Anbieter an einem Sonntag im Juli die Anforderungen und lehnte den alten Zugang stillschweigend ab.
Keine Fehlermeldung, die irgendwo aufpoppte, kein Alarm. Das Backup lief seitdem einfach — ins Leere. Zwei Wochen lang, mitten im laufenden Betrieb. Nicht, weil jemand geschlafen hat — sondern weil niemand aktiv hingeschaut hat.
14 Tage
lief die Sicherung ins Leere — bis es rein zufällig auffiel
… weil der letzte erfolgreiche Job grün war — nicht, weil der heutige gelaufen ist.
Zertifikat abgelaufen, Berechtigung geändert, Schnittstelle angezogen — und die Sicherung bricht lautlos ab.
Die Software kann jeder installieren. Die eigentliche Leistung bei einem Managed Backup ist, dass jeden einzelnen Tag jemand aktiv prüft:
Nicht nur, ob der letzte erfolgreiche Lauf grün war — sondern ob heute tatsächlich einer stattgefunden hat.
Ein Backup, das plötzlich deutlich kleiner ausfällt als sonst, ist oft das erste Warnsignal für einen stillen Fehler.
Fällt ein System aus der Meldung, ohne dass es jemand bewusst abgeschaltet hat, ist das ein Alarmsignal — kein Zufall.
Genau diese tägliche Kontrolle gehört bei uns fest zum Managed Backup — nicht als Zusatzoption, sondern weil ein unbeobachtetes Backup schlicht kein verlässliches Backup ist.
Die unbequeme Frage an dich: Wenn bei einem deiner Kunden morgen eine Sicherung lautlos ausfällt — würdest du es heute merken, oder erst in zwei Wochen, wenn zufällig jemand draufschaut?
Sven-Jendrik Timmermann · 7× vExpert · 20 Jahre Backup & Virtualisierung
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Übrigens: Und wenn der Job läuft, bleibt die zweite Frage: Funktioniert auch der Restore — und wie schnell?