Backup-Architektur · 3-2-1-Strategie

Braucht dein Backup Georedundanz? Meistens nicht — und wann doch

Ist ein externes Backup-Ziel mit genau einem Standort ein Single Point of Failure? Die ehrliche Antwort hat zwei Teile — und beide gehören vor die Bestellung, nicht ins Kleingedruckte.

„Wenn der Serverstandort brennt, war es das auch mit dem Backup — oder?“ Systemhaus-Chef im Evaluierungsgespräch. Die Frage kommt zu Recht — hier ist die Antwort.

Teil eins: Die Rolle heißt externe Kopie

Ja — ein Managed Storage Server ist genau ein dedizierter Server an genau einem Standort. Das ist keine Schwäche, die wir schönreden: Das ist die Rolle, für die das Ding gebaut ist. Du kennst die 3-2-1-Regel:

3 Kopien

Produktion plus zwei Sicherungen.

2 Medien

Verschiedene Speicherziele.

1 außer Haus

Die externe Kopie — genau das ist das externe Backup-Ziel.

Aktuelle Fassungen der Regel schreiben 3-2-1-1-0: die zweite Eins steht für eine unveränderbare oder air-gapped Kopie, die Null für eine sauber getestete Wiederherstellung ohne Fehler. Wichtig dabei: Die zweite Eins verlangt keinen zweiten Standort — sie verlangt Unveränderbarkeit. Unser externes Backup-Ziel liefert dir beide Einsen zusammen, offsite und unveränderbar, von einem Ziel aus: wie das technisch funktioniert.

Teil zwei: Beide Brandfälle durchgespielt

Brennt es beim Kunden …

… ist der Server im Rechenzentrum genau das, was ihn rettet.

Brennt es im Rechenzentrum …

… hat dein Kunde immer noch seine Produktion und sein lokales Backup. Du bekommst einen neuen Server, die Copy Jobs laufen wieder an — zu keinem Zeitpunkt warst du ohne Sicherung.

Gefährlich wird es nur in einem Szenario: wenn die externe Kopie dein einziges Backup ist. Dann hast du tatsächlich einen Single Point of Failure — aber dann ist nicht der Server das Problem, sondern die Architektur drumherum. Das sagen wir auch jedem, der das vorhat, bevor er bestellt.

Und echte Georedundanz? Ein zweites Ziel — nicht ein Marketing-Haken

BSI-Grundschutz, vorgeschriebener Kilometerabstand, Compliance-Anforderungen: Die gibt es. Aber nicht als Haken an derselben Kiste, sondern als das, was sie technisch ist:

Kunde Ziel A (Standort 1) Backup Copy Job Ziel B (Standort 2)

Eine zusätzliche Kopie auf einen zweiten Server oder in flexiblen Speicher pro Terabyte. Das kostet ehrlicherweise auch ein zweites Ziel — und genau deshalb gehört vorher auf den Tisch, welche deiner Kunden das wirklich brauchen und welche mit sauberem 3-2-1 besser und günstiger fahren.

Häufige Fragen

Ist ein einzelner externer Server nicht automatisch ein Single Point of Failure?
Nur, wenn er dein einziges Backup ist. In sauberem 3-2-1 ist er eine von drei Kopien — fällt er aus, sichern Produktion und lokales Backup weiter, bis das Ziel ersetzt ist.
Mein Kunde verlangt BSI-konforme Georedundanz mit Kilometerabstand.
Dann bauen wir sie als zweites Backup-Ziel an einem zweiten Standort, beliefert per Backup Copy Job. Wir rechnen vorher durch, was das kostet — und ob die Anforderung wirklich für alle Systeme gilt oder nur für die kritischen.
Sind die Backups auf dem externen Ziel geschützt?
Ja — unveränderbar innerhalb des Schutzfensters, auch gegen einen Admin mit schlechter Laune. Details: Immutable Backups erklärt.
Wo läuft die externe Kopie am besten hin?
Dedizierter Server ab 40 TB oder flexibler Speicher ab 5 TB — beides im deutschen Rechenzentrum, fertig betrieben: Veeam-Backups extern speichern.
Sven-Jendrik Timmermann, Geschäftsführer SJT SOLUTIONS

Sven-Jendrik Timmermann · 7× vExpert · 20 Jahre Backup & Virtualisierung

Wohin sollen die externen Kopien deiner Kunden laufen?

Buch dir 30 Minuten — wir gehen deine Backup-Topologie einmal durch, und du weißt danach, wo ein Standort reicht und wo nicht.

Kostenlos und unverbindlich. Alle Antworten zum Nachlesen: FAQ Veeam Pay-per-Use